Mo
24
Nov
2008
Richtig Föhnen leicht gemacht
Auf die richtige Technik kommt es an
Die Föhntechnik machts
Mit dem Föhn trocknen Sie Ihr Haar in sprichwörtlicher "Windeseile" und kreieren zudem Ihren persönlichen Look. Manche Frisuren können
gar erst mit Hilfe eines Föhns entstehen. Daher ist es gut, genau zu wissen, wie man sein Haar richtig föhnt. Allerdings ist ein Föhn nicht nur nützlich, er kann bei falschem Gebrauch auch belastend
für das Haar sein. Doch wenn Sie ein paar kleine Tipps beachten, steht üppigen Föhnwellen, einem glänzenden Sleek-Look oder den in "Windeseile" getrockneten Haaren nichts im Wege.
Ihr Haar reagiert empfindlich auf Hitze.
Nasse Haare sind extrem empfindlich, denn Wasser löst vorübergehend die formgebende Hülle des Haares aus Salzen und Wasserstoffbrücken. Deshalb ist rabiates Bürsten, kräftiges Rubbeln mit dem Handtuch und eine feste Frisur, wie ein strenger Pferdeschwanz für nasse Haare tabu. Und das Föhnen? Man darf nicht zu heiß föhnen. Während trockene Haare 175 Grad Celsius gut überstehen, ist es für nasse Haare geradezu tödlich. Bei Hitze über 100 Grad Celsius bilden sich nämlich so genannte Blasenhaare. Das Wasser im Haar verdampft und der so entstehende Druck sprengt die aufgeweichte Hülle des Haares auf. Das Haar wird brüchig, strohig und stumpf.
Achten Sie auf die Temperatur. Ein Indiz für zu viel Hitze beim Föhnen ist, wenn sich die Kopfhaut heiß anfühlt. Besser ist es, den Temperaturregler am Föhn, sofern Ihr Föhn über diesen verfügt, nicht auf die höchste Stufe zu stellen. Lotionen, Kuren und Liquide sind außerdem gute Helfer. Sie ummanteln das Haar, so dass die Hitze schlechter eindringen und somit auch weniger Schaden anrichten kann. Es gibt auch spezielle Schaumfestiger auf dem Markt, die dem Feuchtigkeitsverlust vorbeugen und das Haar vor schädlichen Hitzeeinwirkungen schützen. Ebenso schützt auch schon eine glättende Spülung nach dem Waschen das Haar. Aber das beste Mittel gegen stumpf geföhnte Haare ist der richtige Umgang mit dem Gerät.
Richtig Föhnen
Ein guter Föhn sollte mindestens 2 Heizstufen, eine Kalttaste und 2 Geschwindigkeitsstufen haben. Der Abstand zwischen Föhn und Haaren
sollte mindestens 20 cm betragen. Auch ist es ratsam, wie oben bereits erwähnt, nicht die heißeste Stufe des Föhns zu wählen und zusätzlich mit der freien Hand die Temperatur zu kontrollieren.
Angenehme Wärme ist in Ordnung, alles was darüber hinausgeht, nicht. Vielleicht dauert es so etwas länger, bis Sie Ihre Haare fertig geföhnt haben, aber dafür bleibt es gesund.
Extra Tipps: Die Kalttaste am Föhn betätigt man um die Fönwärme wegzunehmen. Die Haare kühlen aus und
werden sprungfähiger und gefestigt.
Föhnen Sie jede Strähne einzeln vom Ansatz an zu den Spitzen und versuchen Sie einen 45-Grad-Winkel des einfallenden Luftstroms in Wuchsrichtung des Haares einzuhalten. So wird die
Oberflächenstruktur der Haare geglättet, was sie zum glänzen bringt. Halten Sie den Föhn immer in Bewegung, damit die Hitze nicht zu lange auf einen Punkt fixiert ist.
Experten-Tipp
Dr. Elisabeth Poppe aus der Produktentwicklung bei Schwarzkopf
Dr. Elisabeth Poppe ist Direktorin für die Produktentwicklung der Haarpflegeprodukte bei Schwarzkopf und Henkel. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die weltweite Projektkoordination mit dem
Marketing und die Entwicklung innovativer Technologien und Rezepturen für die Haarpflege.
Wer kurze Haare hat, kann täglich föhnen, da kann überhaupt nichts passieren. Und auch langen Haaren schadet Föhnen nicht - man muss es nur richtig machen. Weil nasse Haare sehr empfindlich gegen
Ziehen und Zerren sind, sollte man eine Spülung benutzen, sie mit einem grobzinkigen Kamm vorsichtig entwirren, dann fast trockenföhnen und erst zuletzt in die gewünschte Form bringen. Aber nicht mit
einer Bürste mit Metallkern, die heizt sich zu sehr auf. Wenn man so föhnt, dass die Temperatur auf der Hand angenehm ist, dann vermeidet man Schäden durch Überhitzen des Haares. Besser eine niedrige
Temperatur wählen, dafür eine hohe Gebläsestufe. Darüber hinaus helfen natürlich spezielle Föhnprodukte zum Schutz des Haares.
Bürstenknow-how für Glanz und Fülle
Dicke Bürsten geben glatten Haaren Schwung und Fülle und Sie können sogar großzügige Locken damit formen. Dagegen verhindern dichte Borsten, dass die Haare versinken und sich verheddern.
Kleine Rundbürsten sind für stabile, haltbare Locken und Spitzenschwung in halblangen Haaren gedacht.
Bei Thermobürsten sollte die Oberfläche am Besten aus Teflon oder Chrom bestehen, da sie die Hitze nicht so sehr speichern. Am Wichtigsten ist aber eine Anti-Haft-Beschichtung, die ein Ankleben der
Haare an der Bürste verhindert, so dass sie sich wieder gut abwickeln lassen.
Paddle Bürste
Sie besteht aus imprägnierten Holz und eignet sich besonders zum Föhnen von langem Haar. Die weichen antistatischen Nylonstifte garantieren eine sanfte Kopfmasssage und ultimativen Glanz.
Keramik Styling Bürste
Sie ist 7-reihig und hat eine Gummi-Oberfläche. Die Spitzen sind abgerundet und bestehen aus hitzebeständigem Keramik. Sie sind sanft zum Haar und zur Kopfhaut.
Keramik-Thermo-Bürste
Die Keramikbürsten haben einen Soft Touch Griff, sind luftdurchlässig und wärmespeichernd. Sie garantieren eine konstante Wärmeverteilung und die Mischung aus Natur- und Nylon-Borsten geben ein wunderbar glänzendes Haar.
Jumbo-Kamm
Er eignet sich bestens zum Entwirren der Haare und für das Verteilen von Haarpflegeprodukten. Er ist handgefertigt und besteht aus Naturkautschuk, hat gesägte gratfreie Zähne und abgerundete Zackenspitzen.
(Quelle: Schwarzkopf.at)
